2. Teil: Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, (auch jetzt kurz vor Weihnachten noch immer ein Thema für mich )

 

Vielleicht erinnern Sie sich?

In einem der vorderen Kapitel schrieb ich über ein handgeschriebenes Koch- und Rezeptbuch meiner Mutter, welches im Rahmen ihrer Wohnungs-auflösung plötzlich und unerklärlich verloren gegangen war.
Nach all dem Suchen, Kramen und den vielen Unschuldsbeteuerungen ist dieser Cold Case nun doch endlich gelöst:

Das Buch, besser gesagt die beiden Bücher (denn es waren zwei und sie sahen völlig anders aus als ich sie in Erinnerung hatte) in denen meine Mutter mehr als 60 Jahren ihre Lieblingsrezepte handschriftlich vermerkt oder auch als Schnibsel oder Grusskarten gesammelt hatte, sind wieder da und wurden mir sogar verpackt und mit Schleife von meinem Bruder überreicht.


(So viel nur nebenbei zu Beschreibungen und gesichterten Zeugenaussagen, ….ich bin da scheinbar kaum brauchbar zum Beispiel für einen Herrn Czerne von XY-ungelöst oder so.)

Diese kleine Sammlung von großem emotionalen Wert war eben doch, wie ich vermutet hatte, in eine der großen Packkisten geraten, die zwar für den österreichischen Familienteil über die Grenze geschafft wurden, aber über Wochen, mittlerweile Monate, nicht ausgepackt wurden und ein Kellerdasein fristen mussten.

Für mich ist es jetzt einfach auch beruhigend – In einem ordentliche Haushalt geht nichts verloren -und ich kann mich von Theorien über transzendente Existenzen und unerklärlicher Phänomene innerlich verabschieden.

Und damit Sie sich mit mir freuen können, gibt es das RharbarberKuchen-Rezept von Christel D.jetzt auch für Sie hier an dieser Stelle zum Nachbacken.

Also, so geht’s:
150g Butter
125g Zucker und 1 Prise Salz
4 Eigelb
Zitrone
1 Esslöffel Milch
300 g Mehl
Alles verkneten und auf einem Blech dünn ausrollen.
10 Minuten vorbacken!
Reichlich fein geschnittenen Rharbarber (oder vielleicht saure Äpfel)
darauf verteilen und weitere 10 Minuten weiterbacken
Dann 4 geschlagene Eiweiße mit
175g Zucker
1 Vanillezucker
vermengen und darüber verteilen.
Zu Ende backen!

Anmerkung: Da meine Mutter eine erfahrene Hausfrau war, hat sie bei dieser Niederschrift  auf eine Temperaturangabe verzichtet. Ich vermute mal, mit 170- 180 Grad macht man nix verkehrt.
Und das Baiser muß halt schön braun sein, Sie wissen schon…

Ich gebe auch zu, Sie werden sicher Schwierigkeiten haben, den Rhabarber in dieser herbstlichen Jahreszeit zu finden. Versuchen Sie das Rezept doch einfach mal mit Äpfeln. Dieses Jahr war trotz Trockenperiode ein unglaubliches Apfeljahr mit Rekordernten und Apfelkuchen schmeckt eigentlich in jeder Variante.
Vergessen Sie nur nicht es handschriftlich zu notieren. Und verlieren Sie das Rezeptbuch nicht.
Herzlich KiWi

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